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Verkostungsbogen Wein

Die Methode
Die Methode: Jede Beobachtung in der Reihenfolge, die Weinschulen lehren.

Bögen erstellen Ansehen: A4 · Letter

Dieser Verkostungsbogen heißt Die Methode und hat eine Seite im Hochformat pro Wein. Oben stehen die Glasnummer, die Weinfarbe, dein Name und das Datum, dann die Regel: in jeder Zeile ein Wort einkreisen, erst beschreiben, zuletzt urteilen. Es folgen Auge, Nase, Gaumen und Abgang mit festen Wörtern, etwa blass, mittel oder tief für die Farbtiefe und niedrig, mittel oder hoch für die Säure. Darunter stehen 24 Düfte in vier Familien zum Ankreuzen, passend zur Farbe des Glases, beim Rotwein von Kirsche bis Waldboden. Dann kommen dein Tipp und die Lösung nebeneinander: Rebsorte, Land und Region, Alter und warum du das dachtest. Ganz unten urteilst du, notierst, was dir entging und was du dir nur eingebildet hast. Der Bogen ist für dich allein oder für eine kleine Lerngruppe.

Druck eine Seite pro Wein, dazu die Anleitung mit fünf Schritten und einem ausgefüllten Beispiel, die bei der Methode immer dabei ist. Du wählst die Farbe jedes Glases selbst, denn sie bestimmt Düfte und Wörter der ganzen Seite. Nimm dir pro Wein zehn bis fünfzehn Minuten, schau zuerst über einem weißen Blatt, riech zweimal, probier und spuck aus. Ein Bogen pro Abend reicht, wenn du einen Wein genau kennenlernen willst, und drei oder vier, wenn du ihn mit seinen Nachbarn vergleichst. Schreib bei der Auflösung die Lösung sofort neben deinen Tipp, solange der Wein noch im Glas ist, denn so lernst du am meisten aus einem Fehler. Heft die Seiten ab: Nach ein paar Monaten zeigt der Stapel, welche Wörter du immer wählst und wo dein Gaumen sicherer geworden ist.

Fragen

Was gehört auf einen Verkostungsbogen für Wein?

Aussehen, Duft, Geschmack und Abgang, jeweils mit festen Wörtern statt leerer Zeilen, dazu eine Liste von Düften und am Ende ein Urteil. Wer blind probiert, braucht außerdem Platz für einen Tipp und die Lösung daneben.

Warum soll ich erst beschreiben und dann urteilen?

Wer zuerst entscheidet, ob ein Wein gut ist, sucht danach nur noch Gründe dafür. Beschreibst du zuerst Farbe, Säure und Tannin, steht dein Urteil auf festerem Boden, und du kannst später sehen, woran es lag.

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